1. Strophe:

Ein kalter Morgen. Ich warte lang auf den Schichtbus und frier´. Leer sind die Straßen. Über den Häusern steigt Rauch, den ich schnell aus den Augen verlier´.

2. Strophe:

Ein kalter Morgen. Rauh schneiden die Fröste die Hände mir ein. Hinter den Häusern sammelt der Morgen viel ungleiche Farben und Lichter ein.

3. Strophe:

Mein erster Werktag. Ich warte lang auf den Schichtbus und frier´. Neben mir stehen die anderen. Einer bittet um Feuer und stellt sich zu mir.

weitere Lieder:

Lied zu einem Foto Wieviel Hoffnung liegt in der Umarmung, dass zweimal die rote Fahne weht, tausend Meilen von uns über Meere, und der Feind nah an der Grenze steht.
Stundenlied Sieben hat die Uhr geschlagen, ´s ist noch warm – nehm ich heut die Braune einfach in den Arm? Raten kann jedermann. Aber mich geht es an. Also guten Abend dann.
An die Brüder Ach, ihr wolltet, ach ihr würdet ja so gerne und von unserm Eigentum befrein; ging´s nach euch, wir würden schon in naher Ferne wieder doppelt freie Lohnarbeiter sein.
Da sind wir aber immer noch Da sind wir aber immer noch, und der Staat ist noch da, den Arbeiter erbauen. Das Land, es lebt, es lebe hoch, weil Arbeiter sich traun.
Kurzer Bericht über Leo D., Maurer Siebten Oktober von der Tribünen, da kann man den Maurer kaum sehn. Sind ja so viele, so viele wie dieser, die hinter und neben ihm, hinter und neben ihm, hinter und neben ihm gehn.