1. Strophe:

Nehm wir mal an, so ein Langstreckenläufer läuft tausend Meter in fünf Komma drei. Da läuft er gemütlich, schaut sich noch um und die anderen laufen an ihm vorbei. Nehm wir mal an, das passierte im Ausland mit einem unserer Spitzenstars. Ja, da sagten doch alle, Mensch, bleib du zu Hause, erspar uns Devisen und die Blamage.

2. Strophe:

Nehm wir mal an, jemand fährt zu ’ner Messe mit unserem fetten Kassettentonband. Er sieht andre Stände, reibt sich die Hände und denkt, jetzt hat er den Markt überrannt. Da kommt ein Japaner, zeigt ihm sein Ohr, und er sieht, wie darin ’ne Kassette rotiert. Und der Minister sagt ihm, mein Junge, es wird Zeit, dass ihr vorher mal spioniert.

3. Strophe:

Oder nehm wir mal an, da sitzt so ein Denker und denkt sich auf Staatskosten eine Idee. „Heureka“, ruft er, „ich hab sie gefunden“, und schreibt einen Brief ans Zentralkommitee. Die Antwort wär kurz und ihm unverständlich. Er solle ein Jahr in die Produktion. Denn was er entdeckt habe, wüssten schon andre, vor allem aber, sie täten es schon.

4. Strophe:

Oder nehm wir an, die Proleten in Russland hätten gesagt, die Revolution machen wir erst, wenn der Krieg aus ist und auch dann nur nach gründlicher Diskussion. Nein, sie fingen sofort damit an, und zur rechten Zeit warn sie bereit. Denn sie kannten das Gesetz des Klassenkampfs, die Ökonomie der Zeit.

weitere Lieder:

Willst du dein Herz mir schenken – aus dem Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach Willst du dein Herz mir schenken, so fang es heimlich an, dass unser beider Denken niemand erraten kann. Die Liebe muss von Beiden allzeit verschwiegen sein, drum schließ die größten Freuden in deinem Herzen ein.
Gavroche Ich bin das Volk, ich bin das Land, es hat mich den Gavroche genannt. Ich trau mir selbst, dem Herrgott nie. Komm, steck das Rot ins Haar, Marie! Ich steck das Rot ins Haar, Marie!
Lied von der Freundlichkeit Was ich mir noch wünschen möchte, einen Becher Freundlichkeit , dass selbst tief verschneite Herzen tauen mit der Zeit.
Meine Zeit Wie die Jahre gehen Winter vor dem Mai. Auf den Füßen stehen und schweben dabei.
Mein Großvater Alfred Kröbel Ein Clown will ich werden mit Geige und Lied. Es sind mir zu traurige Zeiten. Und lachen die Leute, die zusehn, sich schief, schallt’s über des Deutschen Reichs Weiten, über des Deutschen Reichs Weiten.