1. Strophe:

Ruß fällt früh auf meine Haut wie ein schwarzer Schnee. Gelbe Lichter blenden laut durch den Nebelsee. Nur ein leises Ampelgrün deutet Straßen an. Raus aus Betten und dem Haus heißt’s für Frau und Mann.

2. Strophe:

Und mein Gegenüber beißt in ein frisches Brot. Seine Augen deuten an alles ist im Lot. Aus den Reden dringt zu mir Sorgenlosigkeit, doch in sein Gesicht sind tief Falten eingestreut.

3. Strophe:

Leben, was ins Auge fällt bis zum Horizont, eine Fahne auf dem Dach einer Häuserfront. Eine junge Frau, die sich in der Frühe sonnt, dann ein großes breites Tor das entgegenkommt.

Refrain:

Und der alte Vorortzug qualmt den dicken Rauch, nimmt mich freundlich auf und die andern auch. Und der alte Vorortzug schiebt sich mühelos fast von dem einen bis zum andern Telegrafenmast.

weitere Lieder:

Lied über die Hände Der ewig gleiche Griff von Tag zu Tag. Die gleiche Drehung sieben lange Stunden. Was macht der Kopf, zu dem die Hand gehört? Hat dieser Kopf den stumpfen Tanz erfunden? Was macht die Frau nach solch einem Arbeitstag? Wen...
Wer kann die Lieder der Freiheit verbieten? Wer kann die Lieder der Freiheit verbieten? Keine Gewalt, kein Befehl, kein Gericht! Denn das Volk wird sie immer behüten, und zum Schweigen bringt man sie nicht.
Friedenslied Es wächst das Brot uns nicht von allein, und auf den Feldern reift uns kein Krug voll Wein.
Knüpflied auf eine Unruhestifterin Wenn die Neugier nicht wär, müsste ich nicht mehr wandern. Hätte endlich die Ruh´ und ganze Schuh´, wenn die Neugier nicht wär…
Ewald, der Vertrauensmann Der schluckt dir was weg, Mensch mit seinem Bauch, reden, das kann er und arbeiten auch; und wenn das nicht läuft, da bleibt er nicht still, ist nicht so einer, weil kein andrer will, und weil sich der Ewald was trauen k...