1. Strophe:

Die Zeit des feuchten Privilegs ist Marx sei Dank vorbei. Bei uns trinkt heut das Volk den Sekt, wir sind nun mal so frei. Wir füllen uns die Gläser einander bis zum Rand und trinken auf den einzigen, auf uns, den ersten Stand.

2. Strophe:

Der Bauer lässt den Traktor an des Morgens um halb drei. Nach Sekt, da brummt ihm nie der Kopf, er füllt sich frisch und frei. Er zieht die Furchen gerade, als hätt‘ er eine Schnur, dafür kriegt er ’ne Prämie, was macht er damit nur…

3. Strophe:

Die Ärzte in dem Krankenhaus, die sind ganz groß in Form, die Hände zittern ihnen nicht, da brechen sie die Norm. Sie ziehn die Zähne nicht mehr, jetzt bohren sie sie heil, und nur dre Leberspezialist hat keine Arbeit, weil…

4. Strophe:

Studenten haben großen Durst und viel zu wenig Geld. So kommt es vor, dass hie und da mal einer Bier bestellt. Dann zuckt der Ober heftig, als hätt‘ er sich verhört, und wenn sie doch auf Bier bestehn, das flüstert er empört…

5. Strophe:

Der Sekt ist für den Klassenkampf der beste Alkohol, Schampanskoje, Schampanskoje und Schwarzbrot, Speck und Kohl. Wenn unsre Feinde stöhnen, weil uns heut keiner schafft, dann liegt’s an unsrer Politik und ihrem Kräutersaft…

Refrain:

Das Volk trinkt, was dem Volke schmeckt. Was trinkt das Volk? Das Volk trinkt Sekt, Sekt, Sekt! Darum steht auf meinem Briefpapier der Pillendreher als Wappentier.

weitere Lieder:

Russischlehrer Weidner Den Russischlehrer Weidner, den mochten wir sehr gern, der hatte was von einem würd ‚gen alten Herrn. An einer Silberkette hing seine Taschenuhr, die Hose war zerknittert, weil er mit ’n Fahrrad fuhr. Die ersten Russisch...
Nimm mein Herz Nimm mein Herz, es ist die Taube, die die Meere überfliegt, die treibt es wieder fort. Sie sucht und flieht den Ort, wo sie warm und sicher liegt.
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Wir singen unsere Lieder Wir singen unsere Lieder, wir singen, was uns gefällt. Wir singen von unserm Leben, von einer glücklichen Welt. Wir wollen Frieden für alle, nicht nur für den, der ihn hat. Die Kinder sollen gedeihen, kräftig, fröhlich u...
Im Mausoleum Wir traten vor ihn hin, wie Leser vor ein Buch, wie Rotarmisten vor ihr Fahnentuch, wie Bauern vor Turbinen traten. Wir standen da, nicht ohne Scheu, doch auch nicht wie Gläubige vorm Altar. In den Mänteln hing Geruch vo...