1. Strophe:

Rüstet zum Fest, sie sind noch beieinander, Vater und Mutter gut fünfzig Jahr. Woher kam so viel Öl in die Flamme, dass sie noch brannte, wenn Winter war.

2. Strophe:

Rüstet zum Fest, die ihr nie verstanden, was das so ist, dass ihr glücklich seid. Weiß nicht zu sagen, was hält aneinander durch eine so gespaltene Zeit.

3. Strophe:

Rüstet zum Fest, sie wollten sich trennen zweimal, einmal war es nahe dran. Vater lernte manchmal eine kennen, Mutter hatte nur einmal ’nen anderen Mann.

4. Strophe:

Rüstet zum Fest, für die, die stets glaubten, was man so sagte, rissen ein, bauten auf. War’s Liebe, ich hörte sie nie darüber reden. Sie achteten eigentlich gar nicht darauf.

5. Strophe:

Rüstet zum Fest, spottet der Kriege, lockert die strengen Winkel des Munds, die schwarzen Fotos dreht heut an die Wände und murmelt die Lieder des Wiesengrunds.

6. Strophe:

Rüstet zum Fest, solch Feste sind selten. Ertränkt im Glase, was nicht sein konnt. Vater ist niemals ein Geiger geworden, Mutter hat sich selten gesonnt.

7. Strophe:

Rüstet zum Fest. Dem Tod von der Schippe springt einer keinmal, der andre manchmal. Schwenkt, Bruder Schwager, vorne die Hippe. Wir rüsten zum Fest, feiern noch mal.

weitere Lieder:

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Behütet eure kühnen Träume Behütet eure kühnen Träume, auch wenn es scheint, dass sie nicht nützen. Behütet eure kühnen Träume, wie Eltern ihre Kinder schützen.
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