1. Strophe:

Den Russischlehrer Weidner, den mochten wir sehr gern, der hatte was von einem würd ‚gen alten Herrn. An einer Silberkette hing seine Taschenuhr, die Hose war zerknittert, weil er mit ’n Fahrrad fuhr. Die ersten Russischworte, die hätte er gelernt, nachdem er sich von Hitlers Soldaten hat entfernt.

2. Strophe:

In einer Bauernhütte, als Deserteur versteckt, dort hätte er die Schönheit russischen Worts entdeckt. Es sprachen jene Leute in ihrem Dialekt, und der war alles andere als schulmäßig korrekt. Der Russischlehrer Weidner vergaß oft seinen Plan, erzählte uns Geschichten, die ihm einst selbst geschahn.

3. Strophe:

Er lehrte uns auch Witze und manchen deft ‚gen Satz, der hat in keinem Lehrbuch, jedoch im Alltag Platz. Das nannt‘ er unterrichten, ich lern, so ist’s verkehrt, doch Weidner, der ist schuld daran, dass ich Russischlehrer werd!

weitere Lieder:

Zu Besuch bei den Soldaten Zu Besuch bei den Soldaten kann man sehr viel sehn: Panzer, Autos und Granaten, und wie Posten Wache stehn.
Rote Fahne Brüder, seht die rote Fahne fest und unbewegt in den Boden eigerammt, dass kein Sturm sie legt. Sie soll allen sichtbar unser Zeichen sein, so steht sie über allen und steht so allein. Brüder, unsre rote Fahne soll zwisc...
Friede auf unserer Erde Friede auf unserer Erde! Friede auf unserem Feld! Dass es auch immer gehöre dem, der es gut bestellt! Friede in unserem Lande, Friede in unserer Stadt, dass sie den gut behause, der sie gebauet hat.
Regenbogenlied Siehst du den Regenbogen, am Himmel lang gespannt liegt er wie eine Brücke über dem Vaterland.