1. Strophe:

Die Woche sind die Mütter fort, die Väter nicht daheim. Ich bin die Tante von der Krippe, muss vielen Eltern sein. Habe zehn Jungs. Wenn die laut schrein, dann fällt das Dach der Krippe fast ein. Die Mädchen dagegen, selbst wenn sie klein, können viel leiser und artiger sein.

2. Strophe:

Montagfrüh noch weinen sie. Abends, wenn sie müd, nennen sie mich „liebe Tante“, wünschen sich ein Lied: Eia popeia, was raschelt im Schnee?, das ist die Katze, die hat weiße Zeh‘. Eia popeia, was bellt in der Nacht? Es ist der Hund, der die Katze bewacht.

<script async src="//pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js"></script> <!-- DDR responsive Content --> <ins class="adsbygoogle" style="display:block" data-ad-client="ca-pub-4278385830278770" data-ad-slot="1881593012" data-ad-format="auto"></ins> <script> (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({}); </script>

3. Strophe:

Freitagmorgen spähn die Kinder schon zur Tür hinaus. Kommen die Eltern, nehmen sie zu sich nach Haus. Kommen mit Auto, kommen zu Fuß, kommen ganz stur, kommen mit Gruß, kommen wie Eltern, kommen wie Fremde, und wie sie kommen, spricht über sie Bände.

4. Strophe:

Freitagabend sind die Räume leer, das Lachen fehlt, und die Puppen liegen da stumm und unbeseelt. Dann geh ich auch und ich gesteh, dass ich nicht allzu gern geh. Freu mich auf Montag „Tante“ zu sein. Ich liebe sie alle, auch wenn sie nicht mein.