1. Strophe:

Gersten warn sie noch die Jungen, die vom Jahrgang neunundvierzig, Schüler, Lehrlinge, Studenten, eine Zeit lang auch Soldaten. Heute sind sie Facharbeiter, Lehrerin, Abteilungsleiter, haben mehr oder auch minder Kontonummer, Trauschein, Kinder. Sind für Wohnungen und Wagen auf Wartelisten eingetragen. Manche Kriegen erste Orden, ziehen nicht mehr in heller Horden ihnen Beatbands hinterher. Doch die Freunde, sind es mehr oder weniger geworden?

2. Strophe:

Gersten warn sie noch die Jungen, die vom Jahrgang neunundvierzig, und sie planten kühne Taten, sag, wie viele sind gelungen, wie viel von den grünen Saaten bringen wir zur Ernte ein, und wie viel sind erfroren, sag, verdorrt und traf der Hagelschlag? Reifezeit hat jetzt begonnen, sehn wir nach auf unserm Feld. Übern Mai sind wir gekommen, riecht für uns das Korn nach Brot oder riecht es nur nach Geld, sind die Ähren körnerschwer oder spelzig nur und leer?

weitere Lieder:

Einheitsfrontlied Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zu essen, bitte sehr! Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Essen her. Drum links, zwei, drei! drum links, zwei, drei! Wo die Platz, Genosse, ist!...
Friedenslied Es wächst das Brot uns nicht von allein, und auf den Feldern reift uns kein Krug voll Wein.
Ich singe den Frieden Damit der Mensch lang lebt, dass froh der Hirt den Krug voll Milch genieße, den Fischen nicht der Fluss ausfließe, in meinem Dorf und anderswo, sing ich den Frieden.
Zehn böse Autofahrer Zehn böse Autofahrer bogen falschrum ein, in eine Einbahnstraße, danach waren’s nur noch neun.
Das eigensinnige Hansel Hansel, dein Gretelein ist ein faul´s Schlamperlein, wird nichts beschaffen. Mutter, was denket Ihr? Grad´ so gefallets´s mir, kann ich lang schlafen.