(gesprochen)
Es ist schon lange her, da wollte ich auch mal Pionier werden. Ich erkundigte mich nach ihnen:
„Komm Vater, sag es mir, wie ist ein Pionier? Komm Vater, sag es mir, wie ist ein Pionier?“ „Ein Pionier hat niemals Angst in den Hosen. Er hilft den Kleinen und verkloppt die Großen. So ist ein Pionier. „Kann denn ein Pionier so sein?“ „Nein!“
„Komm, Ossi, sag es mir, wie ist ein Pionier?“ Wir haben ein Wanderprogramm beschlossen und besuchen Schlösser und die alten Genossen, wir feiern mehrmals Geburtstag im Jahr und wissen genau wer Ernst Thälmann war. So sind wir! So ist ein Pionier!
Ich ging zur Mutter. „Komm Mutter, sage mir, wie ist ein Pionier?“ „Ein Pionier hat niemals die Hände in den Taschen, hat immer Zähne geputzt und den Hals gewaschen. So ist ein Pionier!“ „Kann denn ein Pionier so sein?“ „Nein!“
Ich ging zum Onkel. „Komm Onkel, sage mir, wie ist ein Pionier?“ „Ein Pionier bringt immer nur Einsen nach Hause, er lernt sogar in der Frühstückspause. So ist ein Pionier!“
„Soll denn ein Pionier so sein?“ „Nein!“

1. Strophe:

Wir bemühn uns, nur gute Zensuren zu kriegen. Und würden auch gern in den Weltraum fliegen. Wir schreiben viele Briefe nach Leningrad. Und winken jedem Sowjetsoldat. So sind wir, so ist ein Pionier, jawohl.

2. Strophe:

Wir malen Blumen für Chiles Kinder und baun ein Vogelhaus für den Winter. Wir sammelten Altpapier, Flaschen und Schrott. Und bitten, wenn’s schwer wird, die FDJ. So sind wir, so ist ein Pionier, jawohl.

3. Strophe:

Wir schwimmen fleißig nach Trainingskalender wie Roland Matthes uns Kornelia Ender. Wir hacken der Oma Reschke ihr Holz. Und tragen das rote Halstuch mit Stolz.So sind wir, so ist ein Pionier, jawohl.

4. Strophe:

Wir halten auch unsere Eltern in Ehren, damit sie sich nicht bei den Lehrern beschweren. Wir hab’n uns im Zirkel ein Radio gebaut. Und singen die neuen Lieder schön laut.So sind wir, so ist ein Pionier, jawohl.

weitere Lieder:

Lied zum Zwanzigsten Wenn wir es nicht jeden Tag neu erleben würden, wir würden es nicht glauben: Zu überwinden sind die allerschwersten Hürden und zu erreichen sind die allerhöchsten Trauben.
Der Film Ich sah einen Film aus Millionen Bildern, davon ist jedes Bild ein Tag. Schwarz-weiß oder Farbe? Ein jeder soll sehen den Film, wie er kann und mag. Ich sah ein paar Tage meiner Kindheit an, und ich sah, was war und ist....
Lied über die Hände Der ewig gleiche Griff von Tag zu Tag. Die gleiche Drehung sieben lange Stunden. Was macht der Kopf, zu dem die Hand gehört? Hat dieser Kopf den stumpfen Tanz erfunden? Was macht die Frau nach solch einem Arbeitstag? Wen...
Dankbarkeit Nicht weit von hier, hinter fast sieben Bergen ein kleines Haus, ein altes Dorf am Hang… wohnt eine alte Frau, die wartet auf diesen einen Tag schon jahrelang.
Oktober-Song Da hab´n die Proleten Schluss gesagt und die Bauern: es ist soweit – und hab´n den Kerenski davongejagt und die Vergangenheit. – Und das war im Oktober, als das so war, in Petrograd in Russland im siebzehner Jahr.