1. Strophe:

Zu Meister Zilles Zeit war Küssen auch schon aktuell, doch fand das Glück nicht Schuh noch Kleid, verlor es sich allzu schnell, ist wie die frühe Blüte am Baum im rauen Winter erfroren und mancher kühne Sternentraum blieb ungeboren. Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, soll sie nicht wie Blütenschnee verwehn, hohe Häuser brauchen starke Pfeiler, dass sie fest in allen Stürmen stehn. Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, soll sie nicht wie Blütenschnee verwehn, hohe Häuser brauchen starke Pfeiler, dass sie fest in allen Stürmen stehn.

2. Strophe:

Von Kaiser Wilhelm fand sich manches Stück Fassandenzier, und nackt stand, als die Wand verschwand, der Liebe karges Quartier. Was gestern junge Herzen beengt, das bauen wir nicht wieder – vom Kern, der seine Hüllen sprengt, singen die Lieder: Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, soll sie nicht wie Blütenschnee verwehn, hohe Häuser brauchen starke Pfeiler, dass sie fest in allen Stürmen stehn. Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, soll sie nicht wie Blütenschnee verwehn, hohe Häuser brauchen starke Pfeiler, dass sie fest in allen Stürmen stehn.

3. Strophe:

Ein Stein, ein Kalk, ein Bier, danach wird heut nicht mehr gebaut so wächst Berlin, so wachsen wir aus unsrer gestrigen Haut. Die Pärchen auf den Bänken im Mai, die sehn solch Wachstum heiter, denn mit dem ersten Kinderschrei denkt Liebe weiter. Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, junge Liebe träumt sich hoch hinaus, junge Liebe braucht die Sternenweite, aber auch den Blick aufs Nachbarhaus. Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, junge Liebe träumt sich hoch hinaus, junge Liebe braucht die Sternenweite, aber auch den Blick aufs Nachbarhaus.

Refrain:

Junge Liebe braucht ’ne feste Bleibe, soll sie nicht wie Blütenschnee verwehn, hohe Häuser brauchen starke Pfeiler, dass sie fest in allen Stürmen stehn.

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