1. Strophe:

Ich hab ihn kommen sehn, den neuen Tag, in seinem Vorwärtsgehn aus Hammerschlag, in Mut und Zuversicht und Ängstlichsein. Die Menschen waren auch damals nicht aus Stein, die Köpfe waren auch damals nicht aus Holz und manchmal nur zu eilig und zu stolz, und manchmal nur mal grade durch die Wand, weil sie doch wussten, was dahinterstand, weil sie doch wussten was dahinter lag: Der neue Tag, ihn zu leben ist kein Leichtes. Sein Symbol ist nicht die Hand im Schoß. Der neue Tag, auch er kennt Unerreichtes, auch er hat vierundzwanzig Stunden bloß.

2. Strophe:

Ich hab ihn kommen sehn, den neuen Tag, und blieb nicht draußen stehn beim Hammerschlag, und zog mir einen Weg und schlug ihn ein und mir die Füße wund an manchem Stein und stolperte recht oft und fiel auch hin. Das konnt ich nur, weil ich gelaufen bin, und hab ich eine Sache falsch gemacht, war etwas falsch gedacht, doch war gedacht, das sagt, es lohnt sich, Freunde, und ich wag: Der neue Tag, ihn zu leben ist kein Leichtes. Sein Symbol ist nicht die Hand im Schoß. Der neue Tag, auch er kennt Unerreichtes, auch er hat vierundzwanzig Stunden bloß.

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3. Strophe:

Ich hab ihn kommen sehn, den neuen Tag, und wir formten ihn mit Hammerschlag. Es wächst das Recht und mit dem Recht die Pflicht, bis Recht und Pflicht sich nicht mehr widerspricht in jenem Nenner, der sich Wissen nennt. Es wächst das Herz, das sich dafür verbrennt. Es wächst die Kraft, die sich dafür verbraucht. Es wächst das Hirn, je mehr der Schädel raucht, ein jeder wachse, wie er es vermag: Der neue Tag, ihn zu leben ist kein Leichtes. Sein Symbol ist nicht die Hand im Schoß. Der neue Tag, auch er kennt Unerreichtes, auch er hat vierundzwanzig Stunden bloß.