1. Strophe:

Wenn der Frühling lässt empor hoch den Himmel steigen, summt es in uns wie ein Chor nach des Winters Schweigen: Friede, Friede, sei auf Erden! Menschen wollen Menschen werden. Menschen wollen Menschen werden.

2. Strophe:

O, du dunkler Chor, der summt! In uns ist ein Ahnen: Sie, die glaubten wir verstummt, melden sich und mahnen: Menschen sollen Menschen werden, Friede, Friede sei auf Erden, Friede, Friede sei auf Erden.

3. Strophe:

Und es ist ein solcher Schrei, dass die Berge beben. Eine Flammenwüstenei, Meere sich erheben, wenn nicht Friede wird auf Erden, was soll aus uns allen werden? Was soll aus uns allen werden?

4. Strophe:

Ihr, gezeichnet vom dem Leid derer die gefallen, und ihr , die ihr jung noch seid, lasst den Ruf erschallen: Friede, Friede sei auf Erden! Menschen lasst uns Menschen werden. Menschen lasst uns Menschen werden.

weitere Lieder:

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Es steht ein goldenes Garbenfeld Es steht ein goldenes Garbenfeld, das geht bis an den Rand der Welt. Mahle, Mühle, mahle!