1. Strophe:

Ich brauche zum Leben verlässlichen Frieden zum Leise- und zum Stillesein um sommers im gelben Kornfeld zu liegen zum Kindermachen, zum Kinderkriegen, zum Traurigsein, zum Albernsein.

2. Strophe:

Ich brauch ihn für all die brennen den Fragen, dass ich eine Antwort finden kann, um früh in der Straßenbahn zu fahren, zum Witze lernen, zum Meinungen sagen, ich brauche ihn, dass ich leben kann.

3. Strophe:

Das Haus, in dem ich wohne, ist rissig von Zeit. Es brach ihm die Haut vor Weh im Krieg. Das Foto mit Mutter im weißen Brautkleid und von Vater mit grauer Kluft und mit Helm, dem vor Stalingrad fast die Liebe erfror.

4. Strophe:

Ich brauche den Frieden zu Liebesbriefschreiben für Abschiedsbriefe brauche ich ihn zum Bummeln, zum Schmulen in Fensterscheiben zum Tanzengehen, zum Einsambleiben im Herbst zu sehen, wie die Schwäne ziehn.

weitere Lieder:

Ballen sie ihre Fäuste Ballen sie ihre Fäuste, ballen sie ihre Fäuste, dann ist die Sonne für die Welt nicht verloren. Dann ist die Sonne für die Welt nicht verloren.
Die Kraniche fliegen im Keil Die Kraniche fliegen im Keil. So trotzen sie besser den Winden. So teilen sie besser die Kräfte, weil die Starken bilden den vorderen Teil und die Schwachen fliegen hinten.
Wo ist die Freiheit Wo ist die Freiheit wo kann ich sie finden? Wo ist die Freiheit wo kann ich sie finden? Wo ist die Freiheit wo kann ich sie finden? Sag mir, wer ist frei?
Die Sache der Kinder Weiß nicht, wie’s ist: Hunger zu haben, weiß nicht, wie’s ist: ohne Mutter zu sein, weiß nicht, wie’s ist: den Freund zu begraben, gibt Kinder, die sind dafür nicht zu klein. Weiß nicht, wie’s ist: der Hautfarbe wegen zu...
Die Fahrt ins Holz (sorbisches Volkslied) Lasst uns denn, lasst uns denn, mit dem Knüppel, mit dem Karren, mit dem Knüppel, mit dem Karren, fahren ins Holz, ja, fahren ins Holz! Hej! Holz, ja fahren ins Holz! Hej! fahren ins Holz! Hej!