1. Strophe:

Ich brauche zum Leben verlässlichen Frieden zum Leise- und zum Stillesein um sommers im gelben Kornfeld zu liegen zum Kindermachen, zum Kinderkriegen, zum Traurigsein, zum Albernsein.

2. Strophe:

Ich brauch ihn für all die brennen den Fragen, dass ich eine Antwort finden kann, um früh in der Straßenbahn zu fahren, zum Witze lernen, zum Meinungen sagen, ich brauche ihn, dass ich leben kann.

3. Strophe:

Das Haus, in dem ich wohne, ist rissig von Zeit. Es brach ihm die Haut vor Weh im Krieg. Das Foto mit Mutter im weißen Brautkleid und von Vater mit grauer Kluft und mit Helm, dem vor Stalingrad fast die Liebe erfror.

4. Strophe:

Ich brauche den Frieden zu Liebesbriefschreiben für Abschiedsbriefe brauche ich ihn zum Bummeln, zum Schmulen in Fensterscheiben zum Tanzengehen, zum Einsambleiben im Herbst zu sehen, wie die Schwäne ziehn.

weitere Lieder:

… und Freundschaft halten, Kinder Lernt, wie schwer die Erde wiegt und warm anziehn im Winter, dass keiner mir den Schnupfen kriegt, bevor er auf die Venus fliegt, und Freundschaft halten, Kinder.
Genossen, hoch die Gläser Genossen, hoch die Gläser, wir stoßen auf sie an. Wie leicht vergisst man doch im Kampf den eigenen Nebenmann.
Russischlehrer Weidner Den Russischlehrer Weidner, den mochten wir sehr gern, der hatte was von einem würd ‚gen alten Herrn. An einer Silberkette hing seine Taschenuhr, die Hose war zerknittert, weil er mit ’n Fahrrad fuhr. Die ersten Russisch...
Dieses Lied sing ich den Frauen Dieses Lied sing ich den Frauen, die allein sind in den Nächten, ihr Alleinsein nicht verdauen und so gern bei ihm sein möchten. Dieses Lied sing ich Maria,
Sergej Doswidanja, drug moi, doswidanja. Nun leb wohl, auf Wiedersehn, mach’s gut. Doswidanja, drug moi, doswidanja unsre Sache, Freund, steht gut.