1. Strophe:

Ich brauche zum Leben verlässlichen Frieden zum Leise- und zum Stillesein um sommers im gelben Kornfeld zu liegen zum Kindermachen, zum Kinderkriegen, zum Traurigsein, zum Albernsein.

2. Strophe:

Ich brauch ihn für all die brennen den Fragen, dass ich eine Antwort finden kann, um früh in der Straßenbahn zu fahren, zum Witze lernen, zum Meinungen sagen, ich brauche ihn, dass ich leben kann.

3. Strophe:

Das Haus, in dem ich wohne, ist rissig von Zeit. Es brach ihm die Haut vor Weh im Krieg. Das Foto mit Mutter im weißen Brautkleid und von Vater mit grauer Kluft und mit Helm, dem vor Stalingrad fast die Liebe erfror.

4. Strophe:

Ich brauche den Frieden zu Liebesbriefschreiben für Abschiedsbriefe brauche ich ihn zum Bummeln, zum Schmulen in Fensterscheiben zum Tanzengehen, zum Einsambleiben im Herbst zu sehen, wie die Schwäne ziehn.

weitere Lieder:

Friede auf unserer Erde Friede auf unserer Erde! Friede auf unserem Feld! Dass es auch immer gehöre dem, der es gut bestellt! Friede in unserem Lande, Friede in unserer Stadt, dass sie den gut behause, der sie gebauet hat.
Ode an die Ausgezeichneten oder ganz einfach Ordenlied Wenn der Kaiser Geburtstag hatt‘, schenkte ihm sein Minister einen Orden, einen goldenen Orden, dass ihm sein Herze lacht.
Die sieben Sachen Zur Gepäckannahme brachte eine Dame ein Bild, einen Koffer, ein´ Korb und ein Sofa, eine Tasche kariert und bunt, eine Schachtel, lackiert und rund, und einen ganz, ganz kleinen Hund.
Große Fenster Große Fenster wünsch ich allen Menschen, die Gardinen spärlich nur und dünn, dass die Einsicht und die Aussicht groß sind, wie ich gern von beidem selber bin.
In meinem Namen Mein guter Name ist mir teuer, drum will ich wissen, was ich unterschreib. Kein Posten, der mir verborgen bleib‘! Weder Verluste noch Gewinne. Denn so wie meine Arbeit zählt, zähle auch meine Stimme.