1. Strophe:

Und die Menschen, die sich gegenüber wohnen und auf der Straße gehen, sehn einander beide öfter und sie spüren; schon wächst mit dem Sehn füreinander das Verstehn. Nur den Liebespaaren bleibe manchmal eine kleine Abgeschlossenheit. Manchmal nur und nur für eine kurze Zeit.

2. Strophe:

Keine Lüge kann ihr Nest mehr bauen im Geheimen, weil sie jeder sieht. Und von Mensch zu Mensch wächst ein Vertrauen, das girlandengleich sich durch unsre Städte zieht. Nur den Liebespaaren bleibe manchmal eine kleine Abgeschlossenheit. Manchmal nur und nur für eine kurze Zeit.

Refrain:

Große Fenster wünsch ich allen Menschen, die Gardinen spärlich nur und dünn, dass die Einsicht und die Aussicht groß sind, wie ich gern von beidem selber bin.

weitere Lieder:

Frieden muss sein Dass unsre Enkel später noch in neunzehnhundert Jahren an ihrem Jahreswandertag in unsre Städte fahren. Dass sie mit diesem vielen Geld für Panzer und Kanonen viele neue Häuser baun, wo sie umsonst drin wohnen. Frieden, ...
Wie komm ich denn zur Tür herein (frei nach einem Volkslied) Wie komm ich denn zur Tür herein, sag du, mein Liebchen, sag? Nimm den Ring und zieh die Klink, dann meint die Mutter, es wär der Wind.
Vermutlicher Brief Bechers an einen Moskauer Freund Ich war entflohen aus den feinen Kreisen, die Salve Versmaß brach durch ungeklärte Zeit. Verekelnd feisten Bürgern ihre Speisen, ins Ohr geschrien den bürgerlichen Greisen, denn um mich machte sich ein Moder breit, ich k...
Oma Amler Ins Leben geworfen unterm kühlen Septembermond, achtzehnvierundneunzig, unter Franz Joseph dem Zweiten. Vater Prolet, na, und dadurch fast alles gewohnt, auch für die kommenden schweren Zeiten. Zu Hause ist Hektik mit zw...
Wo ist die Freiheit Wo ist die Freiheit wo kann ich sie finden? Wo ist die Freiheit wo kann ich sie finden? Wo ist die Freiheit wo kann ich sie finden? Sag mir, wer ist frei?