1. Strophe:

Spürst du nicht auch aus den Schloten der Rauch riecht heute anders, und das Kleid, das du trägst, scheint neu zu sein. Der Leute Gesichter sind nicht mehr gefroren. Es haben die Münder das Misstraun verloren, drei Fremde haben uns schon einen guten Tag gewünscht.

2. Strophe:

Selbst der alte Baum, den man abgehauen hat, findet neue Kraft zu einem grünen Blatt. Spürst du nicht, das Land atmet tief und weit, freu dich, denn es ist endlich Frühlingszeit. Heut schmeckt die Luft, als wäre nie ein Körnchen Staub in sie gekommen, die Leute sehn aus wie von einer langen Reise heimgekehrt.

3. Strophe:

Spürst du nicht das Land atmet tief und weit. Freu dich. Denn es ist endlich Frühlingszeit. Drum wach auf und schlaf, schlaf nun länger nicht! Sieh das Grün, das aus allen Zweigen bricht! Lach und mach dich schön! Säe Korn und Gras! Bau ein Haus, ein Land dir nach deinem Maß!

4. Strophe:

Heut liegt das Land wie eine schöne Frau vor einem blauen Spiegel, heut ist das Land uns aufgebrochen bis zum siebten Siegel. Heut schmeckt die Luft, als wäre nie ein Körnchen Staub in sie gekommen, die Leute sehn aus wie von einer langen Reise heimgekehrt.

weitere Lieder:

Am Abend Am Abend legen die Träume ihre Stirne an den Mond, fragen mit schweren Seufzern, ob dieser Kampf sich lohnt. Jeder kennt einen, der leidet, mehr, als man leiden soll. Ach, und das Herz ist den Träumern immer übervoll.
Hoch die Gläser (1980) Genossen, hoch die Gläser wir stoßen auf uns an. Wie schnell vergisst man doch im Kampf den eigenen Nebenmann. Heiladiladiho, heiladiladiho, heiladiladihei, heiladiladiho.
Was ich meine Heimat nenne Was ich meine Heimat nenne? Das Stück Erde, das mich trät. Wo zu allen Jahreszeiten sich ein Frühlingslüftchen regt.
Denn sie Lehren die Kinder Ihr wisst es: Sie sind wieder da. Braucht nur nach rechts zu schauen. Sie schreien in schneeweißen Westen „Hurra“ , die Hemden darunter sind braun. Und sie lehren die Kinder, ihr Land geh‘ bis Polen, und es gäb‘ auch dah...
Der Wind Triffst du den Wind, pass auf mein Kind. Pass auf, mein Kind, der freche Wind, weiß wohl, wo deine Röcke sind. Triffst du den Wind, pass auf mein Kind! Hüt deinen Hut, den grünen Hut, weil ihn der Wind sonst angeln tut....