Refrain:

Der schluckt dir was weg, Mensch mit seinem Bauch, reden, das kann er und arbeiten auch; und wenn das nicht läuft, da bleibt er nicht still, ist nicht so einer, weil kein andrer will, und weil sich der Ewald was trauen kann, ist Ewald ein guter Vertrauensmann.

1. Strophe:

Einmal im Monat holt er seine Keksbüchse, setzt sich neben die Lohntüten und kassiert: Bei den Solimarken macht er seine Sprüche. Du, sagt er einem Jungen, bist ledig, rauch nicht immer so ’ne teuren Zigaretten, wenn die halbe Welt noch hungert. Bei dir lief‘ s in diesem Monat, also das Doppelte her. Das ist Ewald, 53 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, seit einem halben Jahr Nichtraucher, weil die Pumpe nicht mehr will, das hat aber keine Auswirkungen aufs Bier denn:

2. Strophe:

Einmal hatten sie in der Brigade so einen jungen Sozialisten – zum Anlernen. Als er das erste Mal blau machte, hat Ewald mit ihm geredet, beim zweiten Mal kam der Brigadier dazu, beim dritten Mal sind sie zu ihm nach Hause, haben ihn aus dem Bett geholt und einen Betriebsausflug gemacht in den Wald. Soll ich zwar nicht erzählen, aber, der Junge ist seit dem schwer in Ordnung

3. Strophe:

Einmal kam Ewald von ’ner Anleitung. Jungs, sagt er, immer nur Kino – Mist! Davon werden unsere Filme auch nicht besser. Nächsten Monat gehen wir ins Konzert, organisiere ich! War ein Reinfall, das erste ging ja noch, war was Klassisches, aber nach der Pause was Modernes, drei Harfen, Trillerpfeife und Brotmaschine, wir gehen wieder ins Kino.

4. Strophe:

Monatsende, der Plan ist in Gefahr – Sonderschicht. Nein, sagen die Kollegen – Ewald, diesmal nicht. Samstag verpassen wir das Fußballspiel, und Montag stehen wir wieder bis Mittag rum, weil kein Material da ist. Da stutzt Ewald. Das hat er noch nicht im Griff – das wird aber, denn Ewald ist hartnäckig, hartnäckig, wenn es geht um Ferienplätze, Sonderschichten, Prämien, neue Klodeckel, warmes Essen in der dritten Schicht. Hartnäckig, wenn es geht um das Recht seiner Kollegen, das Recht seiner Klasse und – Brigadefeiern, denn

weitere Lieder:

…da ist nichts Besonderes Der Prenzlauer Berg ist ein ganz flacher Berg, wie die Brüst‘ eines Mädchens mit zwölfeinhalb Jahren. Und er liegt, wie dieselben, nördlich vom Zentrum. Da ist nichts Besonderes dran!
Sag mir wo du stehst Sag mir wo du stehst, sag mir wo du stehst, sag mir wo du stehst und welchen Weg du gehst. Sag mir wo du stehst, sag mir wo du stehst, sag mir wo du stehst und welchen Weg du gehst.
Oma Amler Ins Leben geworfen unterm kühlen Septembermond, achtzehnvierundneunzig, unter Franz Joseph dem Zweiten. Vater Prolet, na, und dadurch fast alles gewohnt, auch für die kommenden schweren Zeiten. Zu Hause ist Hektik mit zw...
Brigadefeier Mutter, kauf Bier, heut kommt die Brigade, und wenn die mal kommen, du weißt, ist was los. Am Anfang sind sie höflich und grade, am Ende aber legen sie los.
Zeichenunterricht Kinder sitzen rings, entwerfen Pläne, ziehn Antennen zu den Wolken weit. Ungelenke Linien, Turmdrehkräne, die schwingend steigen – Traum und Wirklichkeit.