1. Strophe:

Auf einer Bahnstation, tausend Meilen hinter Brest, unser Zug hielt kurz, da sahen wir die zwei stehen. Einen Mann mit seinem Sohn, dessen Haar war kurz geschor’n und da ahnten wir wohin sein Sohn sollt‘ gehen.

2. Strophe:

Gab ihm die Pfeife mit und ’nen roten Rubelschein, goss paar Wodka sich noch in die trock’ne Kehle. Ging mit schwerem Bauernschritt, auf dem ausgefahr’nen Weg zu den Häusern die wir in der Ferne sahen.

3. Strophe:

Und fragt ihn doch einmal, ob er euer London braucht euer Dortmund, euer Rom und euer Bremen. Einen Fluch kehrt er zurück und die Bitterkeit im Blick sollte der, der ihn das fragt nicht übel nehmen.

Refrain:

Es ziehen die Söhne los, sind noch nicht mal richtig groß, sind lange nach dem letzten Krieg geboren. Doch der Mann weiß sicher noch, wie das Brot des Krieges roch vielleicht hat er seinen Vater da verloren.

weitere Lieder:

Sieben-Lied Sieben Jahre werd ich leben, still in meiner alten Haut, doch am Tag drauf könnt ihr sehen, wird sie mir von selbst abgehen, wie ein Eis zu Wasser taut.
Regenbogenlied Siehst du den Regenbogen, am Himmel lang gespannt liegt er wie eine Brücke über dem Vaterland.
Wieder ist ein Tag vorbei Und in den Nächten brennen die Feuer, schmelzen alltägliches Eis. Diese Feuer brennen ungeheuer, warm und machen die Herzen heiß.
Frühlingszeit Spürst du nicht auch aus den Schloten der Rauch riecht heute anders, und das Kleid, das du trägst, scheint neu zu sein. Der Leute Gesichter sind nicht mehr gefroren. Es haben die Münder das Misstraun verloren, drei Fremd...