1. Strophe:

Die ich liebe, ist schön, unsagbar schön, ich seh sie vor mir in ihrem Sommerkleid mit einem Kamm im schwarzen Haar. Man hat sie fortgebracht, und keiner sieht, wie schön sie ist. Man hat sie fortgebracht, und keiner weiß wohin, wohin. Ihr Mädchen von Auschwitz, ihr Mädchen von Dachau. Ich frage, wer sie getroffen hat, ich frage, wer sie gesprochen hat, ich frage euch, wer sie sah, wer sie sah. Wir trafen sie auf einer langen Reise. Ihr Kleidchen hatte sie verloren, lang schon zerbrochen war ihr Kamm.

2. Strophe:

Die ich liebe, ist schön, unsagbar schön, wenn sie die Mutter sanft gestreichelt hat, wenn sie der Bruder zärtlich küsst. Man hat sie fortgebracht, und keiner sieht, wie schön sie ist. Man hat sie fortgebracht, und keiner weiß wohin, wohin. Ihr Mädchen von Mauthausen und ihr von Bergen-Belsen. Ich frage, wer sie getroffen hat, ich frage, wer sie gesprochen hat, ich frage euch, wer sie sah, wer sie sah. Wir trafen sie auf kahlem Platz im Eiswind, ihr Arm trügende schwarze Nummer, ihr Herz schlug noch unterm gelben Stern.

weitere Lieder:

Das neue Leben Das neue Leben muss anders werden, als dieses Leben, als diese Zeit. Da darf’s kein hungern, kein Elend geben, packt alle an, dann ist es bald so weit. Komm mit, Kamerad, steh nicht abseits, Kamerad, unser Kampf, Kamerad...
Die Oktoberkinder Das können die Oktoberkinder und noch viel mehr, Reisender kommst Du nach Kiew, grüße sie sehr. Reisender kommst Du nach Kiew, grüße sie sehr.
Dieses Lied sing ich den Frauen Dieses Lied sing ich den Frauen, die allein sind in den Nächten, ihr Alleinsein nicht verdauen und so gern bei ihm sein möchten. Dieses Lied sing ich Maria,
Lied auf ein noch ungeborenes Kind Wenn du geboren wirst, wird Frieden sein und vielleicht sogar schönes Wetter. Schrei richtig los, mach dich bemerkbar und merk dir’s für später:
Große Fenster Große Fenster wünsch ich allen Menschen, die Gardinen spärlich nur und dünn, dass die Einsicht und die Aussicht groß sind, wie ich gern von beidem selber bin.