1. Strophe:

Die ich liebe, ist schön, unsagbar schön, ich seh sie vor mir in ihrem Sommerkleid mit einem Kamm im schwarzen Haar. Man hat sie fortgebracht, und keiner sieht, wie schön sie ist. Man hat sie fortgebracht, und keiner weiß wohin, wohin. Ihr Mädchen von Auschwitz, ihr Mädchen von Dachau. Ich frage, wer sie getroffen hat, ich frage, wer sie gesprochen hat, ich frage euch, wer sie sah, wer sie sah. Wir trafen sie auf einer langen Reise. Ihr Kleidchen hatte sie verloren, lang schon zerbrochen war ihr Kamm.

2. Strophe:

Die ich liebe, ist schön, unsagbar schön, wenn sie die Mutter sanft gestreichelt hat, wenn sie der Bruder zärtlich küsst. Man hat sie fortgebracht, und keiner sieht, wie schön sie ist. Man hat sie fortgebracht, und keiner weiß wohin, wohin. Ihr Mädchen von Mauthausen und ihr von Bergen-Belsen. Ich frage, wer sie getroffen hat, ich frage, wer sie gesprochen hat, ich frage euch, wer sie sah, wer sie sah. Wir trafen sie auf kahlem Platz im Eiswind, ihr Arm trügende schwarze Nummer, ihr Herz schlug noch unterm gelben Stern.

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