1. Strophe:

Der Wind weht frei und schmeckt wie nach Heu statt heiß nach Blut und Brand. Wer lebt, der hilft dem Frieden bei Anfang, das Schlimmste ist wohl vorbei. Und die Erde dreht und dreht sich aufs neu, als wäre nichts geschehn. Doch uns, die nachts die Sterbenden sehn, uns kann das kaum so gehen. Ins tiefste Herz getroffen, da bleibt ein Schmerz, ein Riss bleibt da offen. Und doch, ein Kind, sein Spielzeug, sein Glück, es lacht, und da lach ich zurück.

2. Strophe:

Geh heim, mach´s gut, du bist wieder frei und Erd und Himmel auch. Der Mut, noch klein, wächst über dem Rauch, und keiner von uns lernt allein. Und doch musst du auf dein Leben sehn, das größte soll´s dir sein, wie könntest du sonst ein andres verstehn, die Erde wird anders nicht dein. Unsre eignen Kinder fragen später selten nach diesen sechs Jahren. Für die ist Krieg fast wie eine Mähr, sie haben unser Leid nicht erfahrn.

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