1. Strophe:

Der Wind weht frei und schmeckt wie nach Heu statt heiß nach Blut und Brand. Wer lebt, der hilft dem Frieden bei Anfang, das Schlimmste ist wohl vorbei. Und die Erde dreht und dreht sich aufs neu, als wäre nichts geschehn. Doch uns, die nachts die Sterbenden sehn, uns kann das kaum so gehen. Ins tiefste Herz getroffen, da bleibt ein Schmerz, ein Riss bleibt da offen. Und doch, ein Kind, sein Spielzeug, sein Glück, es lacht, und da lach ich zurück.

2. Strophe:

Geh heim, mach´s gut, du bist wieder frei und Erd und Himmel auch. Der Mut, noch klein, wächst über dem Rauch, und keiner von uns lernt allein. Und doch musst du auf dein Leben sehn, das größte soll´s dir sein, wie könntest du sonst ein andres verstehn, die Erde wird anders nicht dein. Unsre eignen Kinder fragen später selten nach diesen sechs Jahren. Für die ist Krieg fast wie eine Mähr, sie haben unser Leid nicht erfahrn.

weitere Lieder:

Bei Sonne und bei Regen Bei Sonne und bei Regen, im Winter, wenn es schneit, singt, singt auf allen Wegen das Lied der neuen Zeit, singt, singt auf allen Wegen das Lied der neuen Zeit.
Lied der unruhvollen Jugend Wir lieben der Heimat Wälder, die Berge, Ströme und Felder, dass rings unser Land erblühe, soll all unser Sorgen sein! Refrain: Durchstreift die Fernen. Kein Sturm hält uns zurück. Im Flug zu den Sternen baun wir unsrer ...
Lied der Jugend Man hat uns Freude und Frohsinn geraubt, man hat uns geknechtet, gezwungen; jetzt sehn wir, dass Lüge war, was wir geglaubt, wir Jungen, wir Jungen, wir Jungen.
Bauer, halt stand! Erde zerwühlt und aus Furchen voll Leid sprießt wieder Leben in neue Zeit. Es geht jetzt ums Brot! Hunger wartet nicht. Nackt zeigt die Not ihr hartes Gesicht. Bauer, das Land dir zu Nutz und Pflicht.