Strophe:

Das Haus in der Potsdamer Hegelallee übersieht man bestimmt als Tourist. Vielleicht auf der Suche nach einem Café bleibt man kurz stehn und liest: Liebknecht war hier, sieh an, der Berühmte, der sich mit den Herrschenden stritt. Fuhr grad von hier aus zum Reichstag und stimmte gegen den Kriegskredit. Dichtung und Wahrheit und tausend Gerüchte, doch dieses mutige einsame „Nein!“ ging ins Protokoll, in die Presse berichte und in die Geschichte ein. Aha, also hier! Mal ’n Hausmeister rausrufen? Ein unauffälliges, einfaches Haus mit ausgetretene, verwitterten Stufen, wer ging wohl täglich ein und aus? Wenn mal die Reisegesellschaften hielten am Weg zum Schloss Sanssouci rauf, schauten die müden und sonnenbebrillten Touristen zu ihm hinauf.

weitere Lieder:

W-50-Fahrer in Angola Sie kamen nicht her, um für Schlagzeiln zu sorgen im heimischen Blätterwald, die steigen ins Fahrerhaus früh am Morgen, da dampft schon der graue Asphalt.
Aufmunterung Nur gebt euch nie zufrieden in dieser Friedenszeit. Was euch bisher beschieden, genügt doch nur den Müden, die müde sind vom Streit.
Oktober-Song Da hab´n die Proleten Schluss gesagt und die Bauern: es ist soweit – und hab´n den Kerenski davongejagt und die Vergangenheit. – Und das war im Oktober, als das so war, in Petrograd in Russland im siebzehner Jahr.
Alle sagen drüben DDR Alle sagen drüben DDR. Ach was fallen eure Worte schwer. Bonn gibt sich jetzt manche Mühe, doch wann haben gleiche Kühe, die vom alten Grase leben und nur noch einen Schluckauf haben auch schon eine neue, eine völlig neu...
Lied vom Apfelbaum Als ich neulich von dir ging, sah ich den Baum vor deiner Tür. Der voll reifer Äpfel hing. Nur einer hängt noch heute hier. Baram, bam, bam…..