Strophe:

Das Haus in der Potsdamer Hegelallee übersieht man bestimmt als Tourist. Vielleicht auf der Suche nach einem Café bleibt man kurz stehn und liest: Liebknecht war hier, sieh an, der Berühmte, der sich mit den Herrschenden stritt. Fuhr grad von hier aus zum Reichstag und stimmte gegen den Kriegskredit. Dichtung und Wahrheit und tausend Gerüchte, doch dieses mutige einsame „Nein!“ ging ins Protokoll, in die Presse berichte und in die Geschichte ein. Aha, also hier! Mal ’n Hausmeister rausrufen? Ein unauffälliges, einfaches Haus mit ausgetretene, verwitterten Stufen, wer ging wohl täglich ein und aus? Wenn mal die Reisegesellschaften hielten am Weg zum Schloss Sanssouci rauf, schauten die müden und sonnenbebrillten Touristen zu ihm hinauf.

weitere Lieder:

Liebeslied an eine chilenische Studentin Vier Jahre Studium an der Universität, vom Volke delegiert in unser Land, dass sie, wenn der Sieg errungen und die Reaktion bezwungen, ihr eignes Volk berät.
Rote Fahne Brüder, seht die rote Fahne fest und unbewegt in den Boden eigerammt, dass kein Sturm sie legt. Sie soll allen sichtbar unser Zeichen sein, so steht sie über allen und steht so allein. Brüder, unsre rote Fahne soll zwisc...
Singt das Lied der Solidarität Kommt, singt das Lied! Kommt, singt das Lied der Solidarität, dass unsre eigene Revolution ein wenig schneller geht.
Einheitsfrontlied Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zu essen, bitte sehr! Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Essen her. Drum links, zwei, drei! drum links, zwei, drei! Wo die Platz, Genosse, ist!...
Hoch auf dem gelben Wagen Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Schwager vorn. Vorwärts die Rosse traben, lustig schmettert das Horn. Felder und Wiesen und Auen, leuchtendes Ährengold. Ich möchte ja so gerne noch bleiben, aber der Wagen, der r...