1. Strophe:

Hansel, dein Gretelein ist ein faul´s Schlamperlein, wird nichts beschaffen. Mutter, was denket Ihr? Grad´ so gefallets´s mir, kann ich lang schlafen.

2. Strophe:

Hansel, dein Gretelein hinkt ja auf einem Beim, lass dich doch bitten! Mutter, das macht nichts aus, bleibt sie mir brav im Haus, brauch´s nicht zu hüten.

3. Strophe:

Hansel, dein Gretelein wird bald halb blind schon sein, wie soll´s da gehen? Mutter, das ist erst recht, bei Leib nicht haben möchte, dass alles tät sehen.

4. Strophe:

Hansel, dein Gretelein hat ja kein Hellerlein, kommt gleich in Sorgen. Mutter, und hat´s kein Geld, ist´s auch nicht groß gefehlt, können´s ja borgen.

5. Strophe:

Hansel, dein Gretelein soll eine Furi sein, prügeln und kratzen. Mutter, das frischt die Lieb, dreimal für jeden Hieb wird´sie abschmatzen.

6. Strophe:

O du dummes Hanselein, so nimm dein Gretelein, hab dir ein Schelle! Hansel nahm´s Gretelein, hüpft in den Himmel ´nein, plumpt in die Hölle.

weitere Lieder:

Sagen wird man über unsre Tage Sagen wird man über unsre Tage: Altes Eisen hatten sie und wenig Mut, denn sie hatten wenig Kraft nach ihrer Niederlage. Sagen wird man über unsre Tage:
Frühlingszeit Spürst du nicht auch aus den Schloten der Rauch riecht heute anders, und das Kleid, das du trägst, scheint neu zu sein. Der Leute Gesichter sind nicht mehr gefroren. Es haben die Münder das Misstraun verloren, drei Fremd...
Entscheidung Du weißt, ich habe dich lieb, und du kennst meinen Weg. Du weißt, ich kann mich nicht teilen komm zu uns oder geh. Du lebst ohne zu fragen, und du willst die Fragen nicht sehn – und beide trennt ein Wasser, man kann zwis...
Ein Bett im Kornfeld Ein Bett im Kornfeld, das ist immer frei, denn es ist Sommer. Und was ist schon dabei, die Grillen singen und es duftet nach Heu, wenn ich träume. Oh! Ein Bett im Kornfeld, zwischen Blumen und Stroh. Und die Sterne leuch...
Am Abend Am Abend legen die Träume ihre Stirne an den Mond, fragen mit schweren Seufzern, ob dieser Kampf sich lohnt. Jeder kennt einen, der leidet, mehr, als man leiden soll. Ach, und das Herz ist den Träumern immer übervoll.