1. Strophe:

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel; da verlor er seinen Jüngsten janz plötzlich im Jewühl; ’ne volle halbe Stunde hat er nach ihm jespürt. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert.

2. Strophe:

In Pankow jab’s keen Essen, in Pankow jab’s keen Bier, war allet uffjefressen von fremden Leuten hier. Nich’ mal ’ne Butterstulle hat man ihm reserviert! Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert.

3. Strophe:

Auf der Schönholzer Heide, da jab’s ’ne Keilerei, und Bolle, jar nich feige, war mittenmang dabei, hat’s Messer rausjezogen und fünfe massakriert. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert.

4. Strophe:

Es fing schon an zu tagen, als er sein Heim erblickt. Das Hemd war ohne Kragen, das Nasenbein zerknickt, das linke Auge fehlte, das rechte marmoriert. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert.

5. Strophe:

Als er nach Haus jekommen, da ging’s ihm aber schlecht, da hat ihn seine Olle janz mörderisch verdrescht! ’Ne volle halbe Stunde hat sie auf ihm poliert. Aber dennoch hat sich Bolle janz köstlich amüsiert.

6. Strophe:

Und Bolle wollte sterben, er hat sich’s überlegt: Er hat sich uff die Schienen der Kleinbahn druffjelegt; die Kleinbahn hat Verspätung, und vierzehn Tage druff, da fand man unsern Bolle als Dörrjemüse uff.

7. Strophe:

Und Bolle wurd‘ begraben, in einer alten Kist‘. Der Pfarrer sagte ‚Amen‘ und warf ihn uff ’n Mist. Die Leute klatschten Beifall und gingen dann nach Haus. Und nun ist die Jeschichte von uns’rem Bolle aus!

weitere Lieder:

Am Sonntag, da isst der Meister Bohne Am Sonntag, am Sonntag, da isst der Meister Bohne und was ein jeder hat getan das will der Meister lohne.
Nach Hause gehn wir nicht Nach Hause, nach Hause, nach Hause gehn wir nicht, bis dass der Tag anbricht, der helle Tag anbricht!
Eine Oma ging spazieren Eine Oma ging spazieren, an der Hand ein kleines Kind. Dieses sollt‘ die Oma führen, denn die gute alte Dame, die war blind. Dieses sollt‘ die Oma führen, denn die gute alte Dame, die war blind.
Mariechen saß weinend im Garten Mariechen saß weinend im Garten, im Grase lag schlummernd ihr Kind, mit ihren schwarzbraunen Locken spielte leise der Abendwind. Sie saß so still, so traurig, so einsam, geisterbleich. Die Wolken zogen schaurig, und Well...
Amanda war ein schönes Kind Amanda, Amanda, Amanda nimm die Hand da weg, Amanda, Amanda, Amanda nimm sie weg. Amanda, Amanda, Amanda nimm die Hand da weg, Amanda, Amanda, Amanda nimm sie weg.