1. Strophe:

Mit Panzern kamen sie und roten Sternen. Sie kamen nicht als Helden für die meisten. Nur Sieger warn sie über all die abgebrannten Städte, trafen sie wenig Hoffnung an.

2. Strophe:

Sie stellten Kessel auf in Hungerstraßen, darin sie Suppe kochten und dann aßen Befreite davon und auch die Besiegten, denn im Hunger warn sie gleich.

3. Strophe:

Die Städte Leben nun und auch die Wälder. Maschinen rollen über Rieselfelder. Die Kinder sind satt und die Alten gehn im Park spazieren. Mahnmal wird zum Ehrenmal.

4. Strophe:

Der einst zum Kessel ging wegen des Hungers, der gibt von seinem Lohn heut und von Blut auch an jene was hin, die ums Land und um die Freiheit kämpfen. Frei sein heißt befreien auch.

Refrain:

Nicht nur einen Tag lang war jener achte Mai. Denn lang war der Tag, als die befreiten selbst Befreier wurden und ist noch nicht zu Ende, zu Ende.

weitere Lieder:

Friedenslied Es wächst das Brot uns nicht von allein, und auf den Feldern reift uns kein Krug voll Wein.
Als mein Onkel arbeitslos war Als mein Onkel arbeitslos war, redete Hitler im Land von seiner Macht, und schnell war aus der bettelnden Hand ein Hitlergruß gemacht. Es gibt Dinge von besonderer Art. Zum Beispiel ist gelegentlich Arbeit so ein Wort, A...
Genossin Christiane B. Christiane B. war Sekretärin beim Berliner Magistrat, als die Kaderabteilung anrief und sie eingeladen hat. Ob sie nicht im Wohnungswesen des Stadtbezirkes Ypsilon als Genossin wirken wolle. Sicher wisse sie davon, dass ...
Im Mausoleum Wir traten vor ihn hin, wie Leser vor ein Buch, wie Rotarmisten vor ihr Fahnentuch, wie Bauern vor Turbinen traten. Wir standen da, nicht ohne Scheu, doch auch nicht wie Gläubige vorm Altar. In den Mänteln hing Geruch vo...
Nimm mein Herz Nimm mein Herz, es ist die Taube, die die Meere überfliegt, die treibt es wieder fort. Sie sucht und flieht den Ort, wo sie warm und sicher liegt.