1. Strophe:

Auf und lasst die Fahne fliegen, uns zu guter Stund geweiht, lasst in Lüften sie sich wiegen kühn voran dem Geist der Zeit. Lasst sie stolz im Frühlingshauche wie in Herbstesstürmen wehn und uns stets nach Männerbrauche fest und treulich zu ihr stehn.

2. Strophe:

Schlachtenrot ist ihre Farbe, grüßend als des Kampfs Signal, dass fortan nicht länger darbe machtlos unsrer Brüder Zahl. Dass die Schwielen fleiß ‚ger Hände nicht der Knechtschaft Zeichen mehr und die Nacht sich endlich wende uns bedrückend, dumpf und schwer.

3. Strophe:

Mög ein Lorbeerkranz einst prangen mitten in dem Schlachtenrot, wenn die Blüten aufgegangen unsrer Saat für Recht und Brot, wenn der Freiheit Zeichen strahlen siegreich über List und Trug und gen bitter Armut Qualen der Enterbten Trommel schlug.

4. Strophe:

Auf, und lasst die Fahne fliegen, Proletarier, eilt heran, ob wir fallen, ob wir siegen,wahrt sie bis zum letzten Mann. Wahrt sie, ein Panier zur Liebe, wahrt sie, ein Panier zum Zorn, draus dereinst mit mächt´gem Triebe, quillt des Glückes goldener Born.

weitere Lieder:

Lasst tönen laut Lasst tönen laut mit hellem Klang der Arbeit stolze Lieder, der Unterdrückten Freiheitssang hall Echo weckend wieder.
Zwischen Gestern und Morgen Wie Gestern und Morgen sich mächtig vermischen! Hier ein Stuhl – da ein Stuhl – und wir immer dazwischen! Liebliche Veilchen im März – Nicht mehr. Proletarier-Staat mit Herz – Noch nicht. Noch ist es nicht so weit. Denn ...
Vom angenehmen Leben Da preist man uns das Leben großer Geister. Das Leben mit einem Buch und nichts im Magen in einer Hütte, daran Ratten nagen mir bleibe man vom Leib mit solchem Kleister.
Senkt euch, Banner der blutigen Jahre Senkt euch, Banner der blutigen Jahre, senkt euch über die Helden der Schlacht, froh des Sieges, vergessen wir niemals die ihr Höchstes zum Opfer gebracht.
Rot schaut das Banner auf uns nieder Rot schaut das Banner auf uns nieder, wir grüßen´s mit erhobener Hand und heller schmettern unsere Lieder. Die Welt ist unser Vaterland. Rot ist der Zorn, der in uns glutet. Rot ist der Hass, der uns durchdringt und rot ...