1. Strophe:

Wir hab’n die Türe ausgehängt. Sie soll unser Tisch sein. Wir haben Brot und Wein gekauft und Gläser vom Nachbarn. Nun tretet ein, die ihr vorüber geht in euren ausgetret’nen Schuhen. Vergesst die Folter und den Feind für diese einzige Nacht euch auszuruhen.

2. Strophe:

Wir haben die Bücher aufgeschlagen mit alten Liedern. Wir haben Plätze frei gelassen in unsrer Runde. Nun tretet ein, die ihr dies Haus gesehen in Stacheldraht zerfetzten Träumen. Ihr seid doch hier der Grundstein. Also seid lebendig und laut in diesen Räumen.

3. Strophe:

Wir hab’n die Arbeit nicht geschafft, Ist noch viel übrig. Wir haben ein Radio, das verspricht für Morgen noch Frieden. Nun tretet ein, ihr Ungebor ’nen bleibt nicht vor unsrer Schwelle zögernd stehen. Nun ja, es ist kein Paradies, doch wolln wir euch, es wird schon irgend gehen.

4. Strophe:

Wir hab’n die Flinten abgelegt, jedoch in der Nähe. Wir haben Tore aufgestellt und auch einen Fußball.Nun tretet ein, die ihr sonst gegenüber liegt In kalten Schützengräben. Wir zeigen Bilder von der Erde so heißt der beste Platz, fürs Leben.

weitere Lieder:

Gänge durch den Garten Unterm Birnbaum behauptetest du einmal, unsere Liebe sei leider nur halb real: Zwar befördere viel Mondschein die Zweisamkeit, doch in unserem Fall auch Enthaltsamkeit.
Fest fasst an die Welt Wenn wir heute singen und uns glücklich fühlen, wenn wir nach der Arbeit mal Gitarre spielen, soll das wirklich noch nicht heißen, alles Schöne sei geschafft, sondern soll nur heißen: sammelt Kraft! Kraft und immer neue ...
Soldatens Nachmittagslied Ich geh in meiner Uniform spazieren, ich habe heute Ausgang bis um acht. Wie immer wird auch heute nichts passieren, hier sagen Fuchs und Hase gute Nacht. Viel Kiefern stehn in Reih und Glied zu Wäldern, und Mädchen sind...
Die Köchin Soll unsre Köchin regieren den Staat, muss sie den Staat wie die Küche kennen, damit ihr nicht die Braten anbrennen. Jedes Gericht braucht seine Zeit, die braucht auch unsre Gerechtigkeit. Sie muss wissen von den Dingen,...
Weil wir jung sind Weil wir jung sind, ist die Welt so schön, weil wir voll Vertrauen vorwärts gehen. Alles, was wir schon geschafft, verdanken wir der eignen Kraft, und die wird die Zukunft auch bestehn! Das, was war, ist längst Vergangen...