1. Strophe:

Am Abend legen die Träume ihre Stirne an den Mond, fragen mit schweren Seufzern, ob dieser Kampf sich lohnt. Jeder kennt einen, der leidet, mehr, als man leiden soll. Ach, und das Herz ist den Träumern immer übervoll.

2. Strophe:

Am Abend kommen die Spötter mit dem Lächeln um den Mund. Schmälern uns jeden Posten, machen zum Gramm das Pfund. Kommen uns gern mit Zitaten, keiner bleibt da verschont. Ach, und sie wollen uns raten: Nichts hat sich gelohnt.

3. Strophe:

Am Abend kommen die Zweifler mit den Falten im Gesicht, blättern in alten Briefen, traun unsern Worten nicht. Halten sich raus aus dem Ganzen, altern weit vor der Zeit. Ach, und ihr Schmerz wie von Lanzen, weltenweit ihr Leid.

4. Strophe:

Am Abend ziehen die Kämpfer ihre schweren Schuhe aus. Essen mit Lust zu Abend, schlagen drei Nägel ins Haus. Möchten ein halbes Buch schaffen, schlafen darüber ein, zwischen erbeuteten Waffen, neben rotem Wein.

weitere Lieder:

Du liebst das Feuer Du liebst das Feuer, doch seine Farbe nicht. Ich bin ein treuer und ziemlich roter Wicht.
Lied von der Aussichtsplattform Wo meine Straße ihr Ende hat, steht eine Mauer verquer. Dahinter beginnt eine andere Stadt, und da baute irgendwer aus Stangen und Brettern ein hohes Gerüst darauf kann man tagsüber stehn, und kann sich von oben aus sich...
Nachdenkliches Lied Es denken jetzt schon viele mit, man braucht doch nur zu horchen. Es regt und steckt sich überall im Land, was gestern richtig war, das fällt vor dem Morgen, erstiegen Leute manche harte Wand.
Lied für die Menschen Ein Lied für die Menschen, für dich und für mich. Ein Lied für die vielen, die glauben an sich. Ein Lied für die, die nach uns kommen solln. Ein Lied für alle, die leben wolln. Ein Lied für die Hoffnung der schwangeren F...
Seit du da bist Nur das Wunder aller Wunder nicht: Dein wachendes, lachendes, schlafendes, strafendes, betrübtes, vergnügtes Gesicht.