1. Strophe:

Ich hatte heute ein Buch in der Hand, da stand ’ne Menge vom Klassenkampf, da stand wie der Sklave den Knüppel nahm, wie der Bauer in Schwaben zum Morgenstern kam. Warum die Commune in Paris nicht blieb und warum der Prolet in Russland gesiegt. Ich werde das Buch heut‘ zu Ende lesen, damit ich’s dir morgen geben kann. Wir können es auch gemeinsam lesen, weil man es dann besser verstehen kann.

2. Strophe:

Und sag nicht es stört dich, die Fahne im Kreis, der rote Einband, der billige Preis. Du sagst „zu politisch, was soll ich damit?“ Ich werde das Buch heut‘ zu Ende lesen, damit ich’s dir morgen geben kann. Wir können es auch gemeinsam lesen, weil man es dann besser verstehen kann.

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3. Strophe:

Dich hat man gestern nach der Mauer gefragt, „Muss ja wohl sein“, hast du gesagt. Aber selber mich hinstellen, mit der Knarre und so, vielleicht für drei Jahre und dann irgendwo… Ich werde das Buch heut‘ zu Ende lesen, damit ich’s dir morgen geben kann. Wir können das Buch auch gemeinsam lesen, weil man es dann besser verstehen kann.

4. Strophe:

Gerade du, der sich gern vor der Kampfgruppe drückt, den zu Hause das zweite Programm beglückt. Du bildest dir ein, du bist objektiv, weil du auch das ND liest und das liegt nicht schief. Ja ich weiß, du hast gestern Alimente überwiesen und die Gesellschaft für ihre Sorge gepriesen, wie sie Mutter und Kind deutlich spüren lässt. Pack’s ihr auf, der Gesellschaft, auch den Rest. Ich werde das Buch heut‘ zu Ende lesen, damit ich’s dir morgen geben kann. Wir können es auch gemeinsam lesen, weil man es dann besser verstehen kann.