1. Strophe:

Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen! Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn in den Büros, als wären es Kasernen.

2. Strophe:

Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe. Und unsichtbare Helme trägt man dort. Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe. Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon fort!

3. Strophe:

Und Kinder kommen dort mit kleinen Sporen und mit gezognem Scheitel auf die Welt. Dort wird man nicht als Zivilist geboren. Dort wird befördert, wer die Schnauze hält.

4. Strophe:

Kennst du das Land? Es könnte glücklich sein. Es könnte glücklich sein und könnte glücklich machen! Dort gibt es Äcker, Kohle, Stahl und Stein und Fleiß und Kraft und andre schöne Sachen.

5. Strophe:

Auch Geist und Güte gibt’s dort dann und wann! Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen. Dort steckt ein kleines Kind in jedem zweiten Mann, das will mit Bleisoldaten spielen.

6. Strophe:

Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleibt sie grün. Was man auch baut – es werden stets Kasernen. Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!

weitere Lieder:

Vom angenehmen Leben Da preist man uns das Leben großer Geister. Das Leben mit einem Buch und nichts im Magen in einer Hütte, daran Ratten nagen mir bleibe man vom Leib mit solchem Kleister.
Solidaritätslied Vorwärts und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht! Beim Hungern und beim Essen, vorwärts und nie vergessen: die Solidarität!
Die sieben Heller Großer Gott im Himmel, sieben Heller sind mir noch geblieben! Was nun fang’ ich armer Mann mit den sieben Hellern an.
Die Arbeitsmänner Wer schafft das Gold zutage? Wer hämmert Erz und Stein? Wer webet Tuch und Seide? Wer bauet Korn und Wein? Wer gibt den Reichen all ihr Brot und lebt dabei in bittrer Not? Das sind die Arbeitsmänner, das Proletariat!
Es steht ein goldenes Garbenfeld Es steht ein goldenes Garbenfeld, das geht bis an den Rand der Welt. Mahle, Mühle, mahle!