1. Strophe:

Was frag ich viel nach Geld und Gut, wenn ich zufrieden bin! Gibt Gott mir nur gesundes Blut, so hab ich frohen Sinn! Drum hab ich Freude im Gemüt und sing mit Lust ein frohes Lied, am Morgen, am Abend, und wird’ dabei nie müd.

2. Strophe:

So mancher schwimmt im Überfluß, hat Haus und Hof und Geld! Doch ist er immer voll Verdruß und freut sich nicht der Welt! Je mehr er hat, je mehr er will, sein Lied ist stumm, sein Fordern schrill, nie schweigen seine Klagen still, und hat doch, was er will.

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3. Strophe:

Da heißt die Welt ein Jammertal, und deucht mir doch so schön! Hat Freuden ohne Maß und Zahl, läßt keinen leer ausgeh’n! Das Käferlein, das Vögelein, darf sich ja auch des Maien freun, drum will auch ich stets dankbar sein und fröhlich schaun hinein.

4. Strophe:

Und uns zuliebe schmücken sich die Weisen, Berg und Wald; und Vögel singen fern und nah, daß alles widerhallt! Zur Arbeit singt die Lerch’ uns zu, die Nachtigall bei süßer Ruh, am Morgen, am Abend, sie singen immerzu.

5. Strophe:

Und wenn die goldne Sonn’ aufgeht und wärmt die ganze Welt, wenn alles in der Blüte steht und Ähren trägt das Feld, dann denke ich: All diese Pracht hat Gott zu meiner Lust gemacht! Und frag nicht viel nach Geld und Gut, bin stets nur frohgemut!