1. Strophe:

Sagen wird man über unsre Tage:
Altes Eisen hatten sie und wenig Mut,
denn sie hatten wenig Kraft nach ihrer Niederlage.
Sagen wird man über unsre Tage:
Ihre Herzen waren voll von bitt’rem Blut
und ihr Leben lief auf ausgefahr’nen Gleisen,
wird man sagen und man wird auf gläsernen Terrassen stehn
und auf Brücken deuten und auf Gärten weisen
und man wird die junge Stadt zu Füßen liegen sehn
und wird sagen, die den Grundstein dazu legten
wurden ausgelacht und hungerten, und doch
planten sie und bauten und bewegten Trümmersteine.
Und im überlegten Handeln fluchten sie
und zweifelten noch ihre eig’ne Kraft an.
Sagen wird man über unsre Tage:
doch den Kriegen folgte jene Zeit der Wettbewerbe
und diese Zeit war der Anbeginn.

weitere Lieder:

Kleines Friedenslied Wir haben einen Frieden vor, wie keiner war bis heut, seit auf der Erde Menschen gehen ein Frieden weit und breit. Der Krieg begann, so glaubte man, wenn...
Unter vier Augen Du bist gemein, du bist so ungezogen. Ich hab es schon so oft mit dir versucht. Du hast mich kalt und ungeniert betrogen, drum sei in alle Ewigkeit verflucht! Fast sieht es aus, als wolltest du jetzt sagen: Sei nicht so ...
Trotz alledem Das war ’ne heiße Märzenzeit, trotz Regen, Schnee und alledem! Nun aber, da es Blüten schneit, nun ist es kalt, trotz alledem! Trotz alledem und alledem, trotz Wien, Berlin und alledem, ein schnöder scharfer Winterwind d...
Lied für Ella Karma, Werners Großmutter, die lebte von 1884 bis Auschwitz Zwischen weißen glatten Mauern quält sich zu wachsen ein Gras. Und es ist schwer dort, als würde es dauern tausend Jahr und noch was, tausend Jahr und noch was.
Spulenlied Flink, Spule, dreh dich, dreh dich schnelle, dreh dich für ein neues Kleid. Drehe dich für Brot und Frieden und für eine gute Zeit.