Beide:

Beide: Wird die Liebe immerzu ein Feuer sein und bleicht das Haar, wie Sonne bleicht die Wäsche? Nein, nicht so groß, dass wir verbrennen; nicht so klein, dass wir fürchten müssten, es verlösche.

1. Strophe:

Sie: Aber wenn dein liebes Lachen einmal das vom Vortag sein wird und du längst gesagte Sachen wiederholst, dass du sie glaubst…

Er: wenn der Funke deiner Blicke mühsam wie von Feuerstein wird und du dich wie eine Wicke vor mir in die Höhe schraubst…

Beide: Wird die Liebe eine gute Tante sein? Eine Tante, die bequem ist, die schaut nur ab und zu noch nach dem Rechten ´rein, weil sie uns nur ab und zu genehm ist.

2. Strophe:

Sie: Nämlich wenn du auf der Straße immer öfter „zum Vergleiche“ musterst fremder Frauen Maße und den Kopf dabei verdrehst…

Er: Und wenn du dreihundert Tage immerzu dir machst die gleiche Haarfrisur, und wenn ich sage: Mach dich schön! Mich nicht verstehst…

Beide: Wird die Liebe eine gute Tante sein? Eine Tante, die bequem ist, die schaut nur ab und zu noch nach dem Rechten ´rein, weil sie uns nur ab und zu genehm ist.

3. Strophe:

Sie: Diese Tante gleicht der bösen Hexe aus dem Märchenlande. Hänsel, zeig ihr nicht dein Bäuchlein, dass sie dich nicht schlachten tut…

Er: Gretel, schüren wir das Feuer für die liebe, gute Tante. Lassen wir das Ungeheuer schmoren in der heißen Glut…

Beide: Wird die Liebe immerzu ein Feuer sein und bleicht das Haar, wie Sonne bleicht die Wäsche? Nein, nicht so groß, dass wir verbrennen; nicht so klein, dass wir fürchten müssten, es verlösche.

weitere Lieder:

Friedenslied Es wächst das Brot uns nicht von allein, und auf den Feldern reift uns kein Krug voll Wein.
Die Herren Generale Die Herren Generale i Mamita mia! hab´n uns verraten. Und die Faschisten-Staaten schicken auch prompt Soldaten mit Bomben und Granaten i Mamita mia! zu blut´gen Taten.
…und zwangen die toten Halden zum Strand Sie hatten eine Grenze gezogen, quer durch das geschlagene Deutschland, und haben uns auch um die Wärme betrogen – die Steinkohle in ihrer harten Hand.
Meine Heimat Was meine Heimat ist, ich könnt es nicht mit tausend Worten sagen. Man muss sie selbst besitzen, um sie zu verstehn. Man muss sie selbst besitzen, um sie zu verstehn.
Liebknecht Seht mal, Leute, er kommt über den Vorplatz vom Neuen Palais, Liebknecht, Leute, er kommt, weh, meine Fahne, weh!