1. Strophe:

Im Osten glüht der junge Tag, und Morgenlüfte wehen. Wie Lerchensang und Wachtelschlag klingt’s über Tal und Höhen. Da ziehn wir aus mit frohem Schall, das gold’ne Licht zu grüßen, – und fernerhin schwingt der Widerhall sich über Tal und Wiesen: Schlaft nur, ihr Mächtigen der Welt, lasst uns der Zukunft sorgen: Die junge Garde zieht ins Feld und ihr gehört der Morgen.

2. Strophe:

Und mit uns ziehen fröhlich aus der Wahrheit schnelle Boten, in jede Hütte, jedes Haus, Flugblätter von den Roten. Ins Mannesherz das freie Wort, dem Elend Hoffnungskunde, so pflanzt sich unser Schlachtruf fort und braust von Mund zu Munde: schlaft nur, ihr Mächtigen der Welt, lasst uns der Zukunft sorgen: Die junge Garde zieht ins Feld und ihr gehört der Morgen.

3. Strophe:

Und ob ihr auch die Wahrheit hetzt mit Knüppeln und mit Hunden, wir haben doch zu guter Letzt den Weg zum Volk gefunden. Wo starker Arm die Pflugschar führt, da keimt und sprosst der Segen, wo starke Faust den Hammer rührt, da dröhnt ’s mit wucht ‚gen Schlägen: Schlaft nur, ihr Mächtigen der Welt, lasst uns der Zukunft sorgen: Die junge Garde zieht ins Feld und ihr gehört der Morgen.

weitere Lieder:

Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm, der Regen durchrauschte die Straßen. Und durch die Glocken und durch den Sturm, gellte des Urhorns blasen.
Lied vom einfachen Menschen Menschen sind wir einst vielleicht gewesen oder werden ’s eines Tages sein, wenn wir gründlich von all dem genesen. Aber sind wir heute Menschen? Nein! Wir sind der Name auf dem Reisepass, wir sind das stumme Bild im Spi...
Wir Männer in der Bluse Die Menschen, die nur im Genuss das Licht des Tages schaun; wer schafft für sie den Überfluss schon früh beim Morgengraun? Wer läuft für sie, wenn Sturm und Wind entblättert Laub und Baum? Wir Männer in der Bluse sind’s ...
Solidaritätslied Vorwärts und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht! Beim Hungern und beim Essen, vorwärts und nie vergessen: die Solidarität!
Auf, Proletarier! Auf, Proletarier, heraus aus der Fron, auf und ergreift das Gewehr, kämpft für der Arbeit gerechten Lohn, herrscht über Land und Meer. Vorwärts marsch-marsch, schon stürmt die rote Front. Reih’ du dich ein, Prolet....