Genossen, bitte spielt mir den Film! Ist ein Platz neben euch, dann gebt ihn mir! Genossen, bitte spielt mir heute den Film! Ich fand weit offen eure Tür.

1. Strophe:

Ich sah einen Film aus Millionen Bildern, davon ist jedes Bild ein Tag. Schwarz-weiß oder Farbe? Ein jeder soll sehen den Film, wie er kann und mag. Ich sah ein paar Tage meiner Kindheit an, und ich sah, was war und ist. Ich sah, was man sehr schnell vergessen kann und was mancher gern sehr schnell vergisst. Ich dachte, ich könnte den Film niemals verstehn, und dann habe ich auch mich darin gesehn. Genossen, bitte spielt mir den Film! Der Platz neben euch gehört mir. Genossen, bitte spielt mir noch mal den Film und lasst weit offen die Tür.

2. Strophe:

Ich fand mich in Tausenden Bildern wieder und begriff endlich manches Bild. Sah Leute, sah Häuser, sah Namensschilder und fand nicht mein Namensschild. Jener Film zeigte mir genau, wie ich war und ich war mir nicht genug. Der Film wurde länger, es kam ein Jahr, wo eine Tür auch meinen Namen trug. Seitdem ich verstand, jener Film lässt nichts vergehn, soll´n die Leute einen guten Namen sehn. Genossen, bitte spielt mir den Film! Der Platz neben euch gehört mir. Genossen, bitte spielt mir noch mal den Film und lasst weit offen die Tür.

Genossen, kommt, wir spielen den Film! Es ist noch viel Platz neben mir. Genossen, kommt, wir spielen noch mal den Film und lassen weit offen die Tür.

weitere Lieder:

Hätt ich einen Hammer Hätt ich einen Hammer, ich hämmerte am Morgen, ich hämmerte am Abend weit über mein Land. Zerhämmernd die Kriege und hämmernd laut zu warnen; zu schmieden die Liebe zwischen Brüdern all und Schwerstern weit über dem Land...
Vom Pflanzen und Ernten Und ihr pflanztet den Reis, bautet ihnen das Feld. Jedes Korn war euch Schweiß, doch für sie war es Geld. Eure Arme so schwach, eure Schritte so schwer. Ihre Beutel war´n voll, eure Bäuche war´n leer.
Papirossy Manchmal kaue ich am Papprohr meiner kalten Papirossy und mein Wasserglas, das misst „STO“ Gramm.
Lied vom Besserwissen Nachher wird man´s immer besser wissen. Doch das Nachher kommt nicht von allein. Und weil wir´s wissen, stets besser wissen, muss die Arbeit heut bewältigt sein.
Wie meinen Sie denn das? Wenn sich wer ein Holztier schnitzt und Löcher in die Wände ritzt, – dann suchen darin tausend Leute den Sinn. Nützt uns das was? Was lehrt uns das?