1. Strophe:

Am Anfang war die Barackenzeit, zuerst bauten sie die Baracken und deren ganze Wohnlichkeit war ein Bett, einen halben Meter breit. Doch tags schufen sie die heutige Zeit und war’n froh, dass sie nachts was zu schlafen hatten.

2. Strophe:

Manche Laus im Pelz und manch Loch im Bauch und selten eine warme Bude, bliesen sie von sich den grauen Rauch der in die Kälte geht, und viele gingen auch wie ein Halm im Sturm, der nicht widersteht, fort, mit dem Wind, der westwärts weht, auf Suche nach wärmerer Stube.

3. Strophe:

Und hatte einer eine Frau an der Hand, dann wusste es sogleich ein jeder, denn dünn wie Papier war jede Wand, und der Wind trieb jedes Wort ins Land. Bis um die Zeit, als die Hüttenstadt entstand, reicht diese Zeit, die Zeit unsrer Väter, die Zeit unsrer Väter.

4. Strophe:

Zu Ende ist längst die Barackenzeit und kehrt nun nimmermehr wieder. Daher stammt das Wort „Aktivist“, das uns bleibt, uns bleiben auch Werke und Lieder. Das Bau auf, bau auf, FDJ, bau auf, und die Kraft, die sie damals hatten, reichten bis zu uns hinauf und werfen auf uns ihre Schatten.

Refrain:

Das ist nun ein Vierteljahrhundert her und ist beinahe Geschichte. Ich hab es selber nicht miterlebt, obwohl ich es hier berichte.

weitere Lieder:

Reifezeit Gersten warn sie noch die Jungen, die vom Jahrgang neunundvierzig, Schüler, Lehrlinge, Studenten, eine Zeit lang auch Soldaten. Heute sind sie Facharbeiter, Lehrerin, Abteilungsleiter, haben mehr oder auch minder Kontonu...
Spulenlied Flink, Spule, dreh dich, dreh dich schnelle, dreh dich für ein neues Kleid. Drehe dich für Brot und Frieden und für eine gute Zeit.
Lied auf ein noch ungeborenes Kind Wenn du geboren wirst, wird Frieden sein und vielleicht sogar schönes Wetter. Schrei richtig los, mach dich bemerkbar und merk dir’s für später:
Am Abend Am Abend legen die Träume ihre Stirne an den Mond, fragen mit schweren Seufzern, ob dieser Kampf sich lohnt. Jeder kennt einen, der leidet, mehr, als man leiden soll. Ach, und das Herz ist den Träumern immer übervoll.
Hätt ich einen Hammer Hätt ich einen Hammer, ich hämmerte am Morgen, ich hämmerte am Abend weit über mein Land. Zerhämmernd die Kriege und hämmernd laut zu warnen; zu schmieden die Liebe zwischen Brüdern all und Schwerstern weit über dem Land...